HCS Human Capital System

Virtuelles Lebenswerk von Heinrich Keßler, Appenweier
Kontext: Was wir werden.

Kontext: "Was wir werden."

Wir werden, was wir werten (wählen). Was wir werden, bestimmen die Werte, die wir bei einer Wahl wählen oder nicht wählen. Dieser Kontext bietet Spiegel für die eigenen Werte, die bei der Wahl entscheiden - spätestens bei der nächsten Wahl mit mehr Bewusstheit.

Bei Wahlen geht um das Wohl und Wehe:

  1. des Volkes,
  2. des Staates,
  3. der Gemeinschaft,
  4. der Partei,
  5. der Interessensgruppe,
  6. der Wähler,
  7. von uns (allen),
  8. von Euch,
  9. von Dir,
  10. von mir.

Worum geht es?

Es geht um die konkreten Anliegen, Erfahrungen, Hinweise, Merkmale, Eigenschaften und Verhaltensmuster, die ausdrücken, was wir werten (wählen oder gewählt haben).

Es kommt weniger darauf an, wofür wir sind oder wogegen, sondern nur darauf, was wir deshalb tun oder unterlassen; kurz: Es kommt darauf an, welche Werte wir leben.

Es geht weniger um die eigenen Vorurteile und Zuschreibungen, sondern um die dahinterstehenden Werte und Orientierungen, Überzeugungen und Annahmen.

Dieser Kontext hilft aufzuzeigen, wo wir ein Leben nach Werten von uns und Anderen erwarten. Er hilft auch aufzuzeigen, wie die eigenen Beiträge und das eigene Verhalten zu den propagierten Werten beitragen, sie ermöglichen, verhindern, boykottieren oder sogar bekämpfen.

Der Kontext hilft auch zu erkennen, welche Werte wir wählen, wenn wir wählen gehen.


In der Regel zählen sich alle zu den Gerechten und halten für richtig und angemessen, wie sie sich verhalten, in die Gesellschaft einbringen und mit den Mitmenschen umgehen. Wenn sich jemand "falsch" verhält, dann sind es üblicherweise "die Anderen", "die da Oben", "Jene" oder "Diese da", die "Schuld" daran sind, dass die Welt nicht besser ist als sie ist.

Die Selbstlegitimationen und die Selbstgerechtigkeit können jedoch vielfach nicht mehr aufrechterhalten werden, wenn überlegt wird, wie die Welt eigentlich aussähe, wenn alle Anderen sich so verhalten würden wie ich selbst. Das Recht (für die Anderen) sich ebenso zu verhalten, wie ich selbst, wird schnell eingegrenzt oder an Bedingungen geknüpft, welche den eigenen Status nicht gefährden. An diesem wohl jahrtausendalten Verhaltensmuster wird sich wahrscheinlich auch nichts ändern. Man wird sich darauf verlassen können, dass es unvermindert fortgesetzt wird, - auch von mir selbst.

Dennoch bleiben die Fragen, wieso wir, wen immer auch das einschließt und ausschließt, so geworden sind, wie wir geworden sind, und die anderen so geworden sind, wie sie geworden sind. Irgendwann stellen sich Überlegungen ein, ob wir den "richtigen Personen" folgen, weil sie genau jene Werte vertreten, die wir selbst für richtig halten. Oder die Personen, die mir anvertraut sind und für welche ich verantwortlich bin, überlegen sich, ob sie mir weiterhin folgen wollen (können, dürfen) durch die Art und Weise, wie ich ihre, meine und die gemeinsamen Werte vertrete.

Die Auseinandersetzungen werden zu Überlegungen führen, wie die Gesellschaft und insbesondere die unauflösliche Gemeinschaft mit allen Gleichgesinnten und Andersdenken sich durch die Personen entwickeln kann, welche in verantwortliche Positionen gewählt werden, um die Gemeinschaft zu verwalten, zu vertreten, zu gestalten und zu entwickeln. Das Wahlrecht und die Wahlpflicht an den Wahlterminen verlangen eine Stellungnahme der Wählenden. Mit ihrer Stimme unterstützen sie nicht nur die gewählten Personen, sondern insbesondere die Werte, die durch diese Personen vertreten werden oder vertreten werden sollen (können, dürfen, müssen). Es geht um den Auftrag der Wählenden an die Gewählten. Auch dann, wenn sie nicht zur Wahl gehen.

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